Aus der Fraktion

Zur Übersicht | Drucken

15.07.2026

Zukunft im All – Bayerns Hightech-Kurs für die Raumfahrt / CSU-Fraktion debattiert mit TUM-Expertin und -Experten über Bayerns Rolle in der Raumfahrt

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat heute in ihrer Fraktionssitzung das Thema „Zukunft aus dem All – Bayerns Hightech-Kurs für die Raumfahrt" behandelt. Gäste waren Prof. Dr. Chiara Manfletti, Department Head Aerospace und Geodesy sowie Inhaberin des Lehrstuhls für Raumfahrtantrieb und -mobilität an der TUM School of Engineering and Design, sowie der Astronaut und Raumfahrttechnik-Professor em. Prof. Dr. Ulrich Walter von der Technischen Universität München. Beide brachten ihre wissenschaftliche und praktische Expertise in die Diskussion ein.

Bayern zählt zu den bedeutendsten Raumfahrtstandorten Europas. Mit Airbus Defence and Space in Ottobrunn, der Rocket Factory Augsburg, dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum und dem Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen sowie innovativen Unternehmen wie Isar Aerospace werden im Freistaat europäische Weltraummissionen gesteuert und die Trägerraketen von morgen entwickelt. Acht Universitäten und Hochschulen sowie Institute von DLR, Fraunhofer und Max-Planck bilden die wissenschaftliche Basis für diese einzigartige Standortdichte.



Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag: „Bayern ist kein Zaungast der Raumfahrt – wir sind mittendrin. Mit Airbus Defence and Space in Ottobrunn, der Rocket Factory in Augsburg, dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum und dem Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen sowie Unternehmen wie Isar Aerospace steuern wir europäische Weltraummissionen und entwickeln die Trägerraketen von morgen. Was der Austausch mit Professorin Manfletti und Professor Walter heute eindrücklich gezeigt hat: Der Wettbewerb um die technologische Führungsrolle im All hat längst begonnen – und Bayern hat die besten Karten, vorne mit dabei zu sein. Deshalb setzen wir uns auch dafür ein, dass Bayern diese Stärke institutionell auf europäischer Ebene verankert: Eine Außenstelle der Europäischen Weltraumbehörde EUSPA in Bayern ist keine Wunschpolitik, sondern die logische Konsequenz aus dem, was Oberpfaffenhofen, unsere Hochschulen und unsere Industrie täglich leisten."

Kerstin Schreyer, wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Fraktion: „Raumfahrt ist Wirtschaftspolitik. Acht Universitäten und Hochschulen, Institute von DLR, Fraunhofer und Max-Planck sowie eine weltweit einzigartige Industriedichte machen Bayern zum leistungsfähigsten Raumfahrtstandort Europas. Ein Leuchtturm dafür ist der Ludwig-Bölkow-Campus in Taufkirchen/Ottobrunn: Hier forschen und entwickeln Weltkonzerne wie u.a. Airbus und ArianeGroup gemeinsam mit der TU München, dem DLR und innovativen Startups unter einem Dach – von Satellitensystemen über Raketentriebwerke bis hin zu den Technologien der Zukunft. Damit dieser Standort sein volles Potenzial entfalten kann, brauchen wir aber auch die passende Infrastruktur: Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist keine Kür, sondern Pflicht – dafür setze ich mich seit Jahren ein. Jetzt müssen wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: Genehmigungsprozesse beschleunigen, den Zugang zu öffentlichen Aufträgen für unsere Start-ups und den Mittelstand erleichtern und die Entwicklung von Trägerraketentechnologie, Satellitensystemen sowie Forschung in KI und Quantentechnologien gezielt fördern. Wer hier investiert, investiert in Bayerns Wohlstand von morgen."

Prof. Dr. Chiara Manfletti, Department Head Aerospace und Geodesy sowie Inhaberin des Lehrstuhls für Raumfahrtantrieb und -mobilität, TUM School of Engineering and Design: „Raumfahrt ist eine Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität Europas. Bayern kann dabei eine zentrale Rolle übernehmen: Wir vereinen exzellente Forschung, industrielle Stärke und unternehmerische Innovationskraft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wenn wir dieses Ökosystem konsequent weiterentwickeln, stärken wir nicht nur den Raumfahrtstandort Bayern und schaffen Nutzen für Wirtschaft, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger im gesamten Freistaat – wir stärken zugleich Deutschland und Europa. Denn die großen Zukunftsaufgaben können wir nur gemeinsam erfolgreich gestalten."

Prof. Dr. Ulrich Walter, Astronaut und Professor em. für Raumfahrttechnik, Technische Universität München: „Der Science-Fiction-Schriftsteller G. Harry Stine sagte 1996: ‚Die Raumfahrt-Revolution wird nicht stattfinden, bevor nicht jemand Geld damit machen kann, Raumschiffe zu fliegen.' Ich sage: Diese Zeit ist jetzt da."